Naturdenkmale in der Bielefelder Altstadt 



Blätter

Der Begriff „Naturdenkmal“ taucht erstmals in der Beschreibung von Alexander von Humboldt über seine Amerikareise „Relation historique“ auf. Naturdenkmale (monuments de la nature) stehen unter einem besonderen Schutz, der im Bundesnaturschutzgesetz und in den Länder-Naturschutzgesetzen verankert ist. Sie dürfen weder entfernt, beschädigt oder beeinträchtigt werden.

Der Schutz begründet sich durch die Seltenheit, Schönheit oder Eigenart Selten schön! des Naturdenkmals sowie seinen Wert für die Wissenschaft. In der Bielefelder Altstadt findet man Naturdenkmale in Form von Bäumen, die zu den größten, schönsten und ältesten gehören. Diese werden jährlich auf ihren Zustand und Schäden kontrolliert. Sollten Schäden festgestellt werden, müssen sie zur Erhaltung des Naturdenkmales behandelt werden.

1. Im Kunsthallenpark, vor dem Ratsgymnasium, steht diese ca. 211 Jahre alte Kastanie. Ihr Stammumfang beträgt 450 cm.

2. An der Kreuzstraße, östlich des Naturkundemuseum, steht eine ca. 119 Jahre alte Blutbuche mit einem Stammumfang von 366 cm.

3. Die abgebildete Linde hat einen Stammumfang von 389 cm, wird auf 303 Jahre geschätzt und steht am Papenmarkt / Ecke Hans-Sachs-Straße.

Naturdenkmäler

4. An der Nordseite der Neustädter Marienkirche am Papenmarkt steht dieser eindrucksvolle Silberahorn mit asymmetrischer Kronenbildung. Das Alter des Baumes beträgt ca. 161 Jahre, der Stammumfang misst 380 cm.

5. Die sogenannte „Friedenslinde“ steht südlich der Neustädter Marienkirche, Ecke Breite Straße/Kreuzstraße. Das geschätzte Alter beläuft sich auf 362 Jahre. Die Linde ist das Naturdenkmal mit dem größten Stammumfang in Bielefeld (626 cm).

6. Das Alter dieser Platane wird auf 268 Jahre geschätzt. Sie hat einen Stammumfang von 548 cm und steht am Niederwall / Ecke Am Bach.

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