Der durch die Stadtmauer wächst! 

Baum wächst durch Mauer

Zwischen Kunsthalle und Mauerstraße

Ursprünglich bestand die im 13. Jahrhundert errichtete Bielefelder Stadtmauer um die Altstadt aus Holzpalisaden. Schon kurze Zeit später wurde sie durch eine steinerne Mauer ersetzt, die am Fuß bis zu 2 m stark war und eine Gesamtlänge von ca. 1500 m hatte. Da der Boden teilweise sehr sumpfig war, wie z.B. an der Südmauer, wurden erst Baumstämme in den Boden gerammt, um die Mauer zu stützen. Leider sind nur noch wenige Reste der Stadtmauer übrig geblieben. Teile davon sind im sogenannten Welle-Haus an der Welle zu sehen. Aus dem 14. Jahrhundert ist in der Kesselstraße der Stumpf eines mittelalterlichen Schalenturmes der befestigten Neustadt geblieben. Zwischen 1539 und 1545 wurde das Befestigungssystem um Alt- und Neustadt mit mehreren Rondellen versehen. Zwischen Kunsthalle und Kreuzstraße blieb hier ein mehrere Meter langes Mauerstück. Kurios anzusehen ist, wie sich ein Ahorn durch die dicke Steinmauer seinen Weg ans Tageslicht gebahnt hat.